normalerweise würde solche aussage pervers klingeln, im aktuellen fall bin ich richtig stolz sie aussprechen zu können. die beharrlichkeit und professionalität der demonstrant_innen sind überwältigend und zeigen allen, denen es nicht wurscht ist, was in österreich in den letzten jahren passiert, wie so etwas gemacht gehört.
das mit dem stolz ist zwar schwierig – habe doch selber nichts dazu beigetragen – trotzdem macht es mich glücklich, dass sich in diesem land jemand findet, dem ‘die sache’ wichtig und nicht ‘die möglichen auswirkungen’ ist. in sachen revolution/umsturz/widderstand bin ich eine alte häsin – als kind habe ich hautnah den prager frühling erlebt, später versucht bei der charta77 mitzumischen und die teilnahme an der samtenen revolution in der tschechoslowakei 1989 hat mich den asylstatus in österreich gekostet. dieses land hat sich in den letzten 20 jahren allerdings ziemlich mutlos präsentiert. abgesehen vom den waldheim-protesten, lichtermeer, den donnerstagsmärschen und der lichterkette hat österreich einiges über sich ergehen lassen. ohne grösseres aufmucken. aber jetzt brennt die uni! und kaltschnäuzigkeit der abgehobener politik beginnt ein ganz kleines bisschen nachzulassen. es ist nur ein anfang, aber das brennen der studenten für ihre sache macht mich einfach glücklich und ich hoffe, dass sich dieses feuer noch weiter ausbreitet und das glühen in den studenten über jahre funkeln wird.









